„Es kommt nicht darauf an,
was einer mitbringt,
sondern was er daraus macht.“

Alfred Adler    Mehr Information …

 

Neue Ausstellung

Die Ausstellung "Brüche und Kontinuiitäten der Wiener Individualpsychologie - Die Zeit zwischen 1930 und 1960" wurde am 7. Oktober eröffnet und kann nun zu unseren Öffnungszeiten oder nach telefonischer Vereinbarung angesehen werden.

Die Wiener Individualpsychologie in der Zeit zwischen 1930 und 1960. Von der ersten Blüte der Individualpsychologie ausgehend, über die Zeit im Austrofaschismus, im Nationalsozialismus und im 2. Weltkrieg, hin zur Zeit der Wiedergrüdung des Vereins und der Regorganisation der Individualpsycholgie von 1945 bis 1960 sollen die Brüche und Kontinuitäten beleuchtet werden. 

Für diese Ausstellung wurden drei Zeitungen gestaltet, in welchen über 70 Biografien von Wiener IndividualpsychologInnen nachgelesen werden können. Viele IndividualpsychologInnen sind bereits vor 1938 emigriert, da sich ihnen anderswo - zumeist in den USA - gute berufliche Aussichten boten und es ihnen dadurch möglich war, neue Herausforderungen anzunehmen und gleichzeitig, dem politischen Klima in Wien und der immer größer werdenen Bedrohung des Anitsemitismus zu entkommen. Ab 1938 mussten vielen IndividualpsychologInnen aus Wien flüchten, denn es bestand ganz offensichtliche Not und tatsächliche Lebensbedrohung für sie. Nur wenige, nicht jüdische IndividualpsychologInnen konnten zwischen 1940 und 1945 die Individualpsychologie - überwiegend im Geheimen - weiterführen. Sie, aber auch zurückgekehrte und neu hinzugekommene IndividualpsychologInnen, bauten nach 1945 die Individualpsychologie in Wien wieder auf, bis 1960 der Verein schließlich zum Österreichischen Verein für Individualpsychologie wurde.

Darüber hinaus beschreiben fünf Kontexttafeln die Zeit zwischen 1930 bis 1960:

  • Individualpsychologie im Roten Wien
  • Antisemitismus in Österreich
  • Austrofaschismus und Nationalsozialismus
  • Emigration, Flucht, Vertreibung und Deportation
  • Die Individualpsychologie im Wien der Zweiten Republik - 1945-1960

Um all jenen Wiener IndividualpsychologInnen zu gedenken, die der Shoah zum Opfer fielen, wurde zudem eine Nische gestaltet, in der die Biografien ebenso wie Informationen zu den Orten, an die die Personen deportiert wurden, nachgelesen werden können.

Hier ein kleiner Einblick in die Ausstellung während der ORF-Langen Nacht der Museen: Zur Bildergalerie

 

 
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