„Es kommt nicht darauf an,
was einer mitbringt,
sondern was er daraus macht.“

Alfred Adler    Mehr Information …

 

Vereinsabend im Mai

Heinz Sichrovsky: Der Mensch als Bildnis und Künstler - der Freimaurer Alfred Adler

Öffentlicher Vortrag - keine Kosten!

Nur vier Jahre lang, zwischen 1906 und 1910, gehörte Alfred Adler der Freimaurerloge „Pionier“ im heutigen Bratislava an. Die österreichischen Brüder arbeiteten dort in Halblegalität (das 1795 verhängte Verbot erlosch offiziell erst mit dem Ende der Monarchie im Jahr 1918). Adler war kein eifriger Freimaurer und verließ den Bund noch vor seiner Erhebung in den Meistergrad. Aber in diesen wenigen Jahren empfing er die entscheidenden Prägungen für seine Lehre, und tatsächlich sind die Grundlagen der Individualpsychologie identisch mit denen der Freimaurerei: Der Mensch ist Material und Künstler in einem. Im lebenslangen teleologischen Streben nach Vollkommenheit veredelt er sich vom „minderwertigen“ zum sozialen Wesen. Die Freimaurerei bezeichnet diesen Vorgang als „Arbeit am rauhen Stein“: Lebenslange Arbeit an sich selbst im Bruderkreis qualifiziert den Freimaurer, als „behauener Stein“ ein Teil des Menschheitsgebäudes zu werden. Bisher unveröffentlichte Dokumente aus dem Archiv der Großloge von Österreich belegen, wie Adler, zwar abgestoßen durch interne Revierkämpfe und Intrigen, von der Freimaurerei doch entscheidende Impulse empfangen haben dürfte.

Heinz Sichrovsky, geboren 1954 in Wien, humanistisches Gymnasium, Studium der Literaturwissenschaft (mit Studienassistenz) am Germanistischen Institut abgebrochen, um Kritiker der AZ zu werden. Gründungskulturchef und -chefredakteur des Wochenmagazins „News", daneben Theaterkritiker und Kolumnist der „Kronenzeitung“. Literatur-und musikwissenschaftliche Vorträge und Publikationen, Fachbücher zum Thema „Kunst und Freimaurerei". Moderator des Buchmagazins „erLesen" beim Kulturkanal ORF III. 

Copyright: News/Ian Ehm

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