In diesem Vortrag wird einerseits die Psychodynamik von Psychopharmaka behandelt, andererseits auch die naturwissenschaftlichen Einflüsse auf die Entstehung der Psychoanalyse sowie auf neuere psychodynamische Konzepte. Trotz dieser engen Verschränkung bedienen sich beide Modelle jedoch deutlich unterschiedlicher Perspektiven auf dieselben Phänomene.
Im zweiten Teil wird auf persönlicher Ebene geschildert, wie eine praktizierende Psychiaterin, Kinder- und Jugendpsychiaterin sowie KIP- Therapeutin und Lehrende in beiden Bereichen das Bemühen um Integration gestaltet, ohne dass es zu einer Vermischung kommt. Dabei bleiben sowohl die Psychodynamik als auch die medizinisch-naturwissenschaftliche Position jeweils charakteristisch erhalten. Es muss jedoch anerkannt werden, dass dies eine ideale Zielvorstellung bleibt. Die Identitätsentwicklung wird tatsächlich von beiden Bereichen geprägt, die sich bis zu einem gewissen Grad vermischen. Dies wirkt sich selbstverständlich auf die Akteurin, sowohl als Ärztin als auch als Psychotherapeutin, aus.
Zeit: Freitag, 18.11.2026, 20.00 Uhr
Ort: PSZ Graz-Ost, Neutorgasse 57, 3. Stock